Brieffreundschaften sind etwas sehr persönliches. Leider finden sie immer seltener statt. Der Großteil des schriftlichen Verkehrs sickert längst durch digitale Kanäle. Und man wird das Gefühl nicht los, der Briefkasten im Hausflur, am Gartenzaun oder an der Haustür verkommt mehr und mehr zum Sammelplatz unliebsamer Nachrichten aus fremden Welten, die dazu auffordern, irgendeiner Sache nachzukommen: Formschreiben ausfüllen, Rechnungen bezahlen, brandneuen Angeboten auf den Leim gehen und so weiter.
Das Projekt ›Brieffreundschaften‹ widersetzt sich der Verflachung des analogen Briefwechsels und hält standardisierten Kommunikationssystemen etwas entgegen, womit sie nichts anfangen können: die individuelle Umgangsform des Brieffreunds.
Die ›Brieffreundschaften‹ werden von Florian Renschke und Christian Janisch gepflegt. Leidenschaftliche Briefeschreiber sind herzlich eingeladen, am Projekt teilzunehmen. |